Verweigerung

Ich werde gefragt, ob ich das denn eigentlich nicht auch so machen könnte und ich möchte sagen, nein, das kann ich nicht, also können schon, aber ich will nicht, wir sagen ja immer, dass wir nicht können wenn wir eigentlich nicht wollen und in diesem Fall ist bei mir einfach der Punkt erreicht wo ich nicht will. Ich mag das nicht, ich mach das nicht. Und ich habe dafür meine Gründe, die zwar nicht eure Ansichten sind, aber meine, meine, meine.

Ich mach das nicht so wie ihr. Und damit stelle ich eine Verweigerung in den Raum, die jetzt dasteht, von euch verwundert beäugt, was das denn jetzt solle, aber ich habe sie jetzt ausgepackt, diese Verweigerung und ich nehme sie nicht mehr zurück, sie bleibt jetzt hier, ihr könnt ja damit machen, was ihr wollt, ihr ein Schleifchen umbinden oder sie wegschmeißen, gleich jetzt oder dann, wenn ich gerade nicht hinschaue. Mir egal, wie ihr das macht, das ist jetzt nicht mehr meins.

Und dann lasse ich die Verweigerung zurück und gehe, um etwas anderes zu machen, nicht das, was ich gemacht habe anders zu machen, sondern etwas ganz, ganz anderes. Da ruft mir die Verweigerung nach: „Du lässt mich jetzt einfach so stehen? So hingeworfen in den Raum, vor diese Leute und schleichst dich dann?“ Und ich antworte, „es tut mir ja leid“ und sie sagt „mach mich doch anders, so will ich nicht sein.“ Ich sage, „ich kann nicht“ und sie sagt, „du willst nicht“ und damit hat sie mich und ich mache die Verweigerung anders und weil ich schon dabei bin, alles andere auch.
Nicht ihr wart es, die mich umstimmtet, meine Verweigerung war es und um meines Friedens willen, glaub ich mir das auch.